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 Der
Filmregisseur
Rey
und
die
Konzeptkünstlerin
Lauren
leben
in
einem
einsamen
Haus
am
Meer.
Ihre
Beziehung
bewegt
sich
zwischen
inniger
Liebe
und
dem
ganz
normalen
Wahnsinn
alltäglicher
Routine.
Als
sich
ihr
Mann
Rey
das
Leben
nimmt,
kehrt
Lauren
nach
dessen
Beerdigung
bewusst
allein
in
dieses
abgelegene
Haus
zurück
und
versucht,
dort
ihre
große
Trauer
zu
bewältigen.
Eines
Tages
stellt
sie
fest,
dass
sie
ihr
Haus
mit
einen
seltsamen
Gast
teilt:
einem
merkwürdigen
kleinen
Mann,
der
sich
sonderlich
benimmt
und
zunächst
unverständlich
artikuliert.
Doch
bald
erkennt
sie,
dass
dieser
Gast,
sie
gibt
ihm
den
Namen
Mr. Tuttle,
ein
durch
ihre
Trauer
und
ihr
erinnerndes
Festhalten
gezeugtes
Phantom
von
Rey
ist.
Er
spiegelt
ihre
Gespräche
und
ihr
Leben
mit
Rey.
Mit
gnadenloser
Selbstdisziplin
trainiert
Lauren
ihren
Körper
und
entwickelt
die
Choreografie
einer
Performance
mit
dem
Namen
"Körperzeit",
in
der
sie
ihre
Erinnerungen,
die
Gespräche
mit
den
beiden
Männern
und
auch
ihre
tiefe
Einsamkeit
verwebt.
Ganz
allein
stellt
sie
auf
der
Bühne
in
'Körperzeit'
Vergangenheit,
Gegenwart
und
Zukunft
in
verschiedenen
stummen
Rollen
dar
und
scheint
die
physikalischen
Gesetze
außer
Kraft
zu
setzen. Doch
schließlich
schafft
sie
es,
dadurch
Mr.
Tuttle,
und
das
heißt:
die
Schattengebilde
ihrer
Trauer
verschwinden
zu
lassen.
Trauer
und
Liebe
bleiben,
aber
ohne
Obsession.
Sie
ist
frei.
Don
DeLillo
befasst
sich
in
'Körperzeit'
mit
den
elementaren
Lebensbereichen
Liebe
und
Tod.
Er
zeigt
die
intimsten
zwischenmenschlichen
Regungen,
minutiös
genau
beobachtet
und
in
klarer,
elegant
schnörkelloser
Sprache
dargestellt.
Wobei
Handlung
und
Sprache
den
Blick
hinter
die
sichtbaren
Erscheinungen
des
Lebens
lenken.
Ausführliche
Rezension
auf
Anfrage!
Textauszug:
Sie
fand
den
Gedanken
interessant,
dass
er
in
überlappenden
Wirklichkeiten
lebte.
Viele
Dinge
sind
interessant,
Dummchen,
aber
noch
lange
nicht
wahr.
............
Aber
es
kann
nicht
wahr
sein,
dass
er
von
einer
Wirklichkeit
in
eine
andere
treibt,
unabhängig
von
der
zeitlichen
Logik.
Das
ist
nicht
möglich.
Du
bestehst
aus
Zeit.
Diese
Kraft
sagt
dir,
wer
du
bist.
Schieß
die
Augen
und
spüre
sie.
Denn
die
Zeit
definiert
dein
Dasein.
Doch
das
ist
gerade
der
Punkt,
er
brandet
und
sickert
irgendwie
in
andere
Daseinsfelder
hinein,
in
andere
Zeit-Leben,
und
dies
ist
ein
Teil
seiner
Verstörung
und
Qual.
Irgendwie.
Das
schwächste
Wort
in
der
Sprache.
Und
mehr
oder
weniger.
Und
vielleicht.
Immer
vielleicht.
Immer
musste
sie
vielleichten.
............
Warum
sollte
dich
der
Tod
eines
Menschen,
den
du
liebst,
nicht
in
tiefes
Unglück
stürzen?
Du
weißt
nicht,
wie
du
die
Menschen,
die
du
liebst,
lieben
sollst,
bis
sie
plötzlich
verschwunden
sind.
Dann
erst
begreifst
du,
wie
spröde
distanziert
du
ihrem
Leiden
oft
gegenübergestanden,
wie
sehr
du
dich
oft
geschont,
dich
nur
selten
mit
unbewehrtem
Herzen
gezeigt
und
deine
Vernetzungen
von
Geben
und
Nehmen
bedient
hast.
...........
Tiefer
sinken,
dachte
sie.
Soll
der
Tod
dich
herunterholen.
Geh,
wohin
er
dich
bringt.
Autorenportrait:
Don
DeLillo,
1936
in
New
York
als
Sohn
italienischer
Einwanderer
geboren,
hat
ein
umfangreiches
erzählerisches
Werk
vorgelegt.
Für
den
Roman
"Weißes
Rauschen"
erhielt
er
den
National
Book
Award,
"Sieben
Sekunden"
über
Kennedys
Ermordung
wurde
in
den
USA
breit
diskutiert
und
"Mao
II"
mit
dem
Pen/Faulkner
Award
ausgezeichnet.
Mit
seinem
monumentalen
Romanepos
"Unterwelt",
das
weltweit
als
literarisches
Ereignis
gefeiert
wurde,
hat
sich
Don
DeLillo
in
die
erste
Reihe
der
amerikanischen
Gegenwartsautoren
geschrieben.
"Unterwelt"
stand
monatelang
auf
den
Bestsellerlisten
und
wurde
als
eines
der
wichtigsten
Bücher
des
ausgehenden
Jahrhunderts
gerühmt.
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Anfang
Don
DeLillo:
Körperzeit
Roman,
Kiepenheuer
&
Witsch,
2001,
Buchleinen,
ISBN:
3-462-02973-8
www.kiwi-koeln.de
Don
DeLillo:
Körperzeit
Roman.
Goldmann
Taschenbücher
Bd.45022.
2003,
kartoniert,
ISBN:
3-442-45022-5
www.randomhouse.de/goldmann/
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