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Der
Auftritt
ist
wahrhaft
edel,
von
makelloser
Schönheit.
Farblich
delikat
und
formal
sophisticated:
mit
einem
vollkommneren
Einband
hätte
sich
die
vierte
Folge
von
Akif
Pirinccis
Felidae-Büchern
kaum
präsentieren
können.
Doch
Äußerlichkeiten
können
täuschen,
sollen
manchmal
bewusst
von
inneren,
inhaltlichen
Mängeln
ablenken,
irreführen.
Kann
der
oberschlaue
Detektiv-Kater
Francis,
zwar
eine
beeindruckende
Erscheinung,
aber
aufgrund
seiner
schrecklichen
Vergangenheit
nicht
gerade
eine
strahlende
Schönheit,
die
Erwartungen
erfüllen,
die
sowohl
durch
diesen
noblen
Auftritt
als
auch
durch
seine
früheren
Großtaten
genährt
werden?
Francis,
inzwischen
in
die
Jahre
gekommen,
in
denen
auch
ein
weitbekannter
geistreicher
Draufgänger
gern
drinnen
auf
der
warmen
Heizung
liegt
und
den
am
Fenster
vorbeitreibenden
Schneeflocken
nachsinniert,
muss
sich
dieses
Mal
mit
einem
jungen,
arroganten,
aber
(fast)
ebenbürtigen
Rivalen
auseinandersetzen.
Plötzlich
taucht
dieser
anscheinend
auch
noch
kluge
Schönling
in
seinem
Revier
auf
und
wird
von
allen
Katzendamen
angehimmelt.
Das
Duell
nimmt
seinen
Lauf.
Gleichzeitig
kommt
Francis
-
wiederum
unfreiwillig
-
haarsträubenden
Verbrechen
auf
die
Spur.
Wahnwitzige
Wissenschaftler
experimentieren
mit
biotechnologischen
Verfahren,
um
Chimären
zu
züchten.
Da
ist
das
Grauen
vorprogrammiert,
wenn
dem
gewissenlosen
Treiben
nicht
Einhalt
geboten
wird. Doch
auf
Francis
ist
Verlass,
auch
diesmal
lassen
ihn
sein
höchst
entwickelter
Scharfsinn
und
die
seiner
Spezies
zuzuordnende
eigenwillige
Methodik
nicht
im
Stich.
So
bekommt
er
schließlich
das
Böse
doch
wieder
in
seinen
zupackenden
Tatzengriff,
seinen
Rivalen
auch,
vermittelt
dabei
der
lesenden
Spezies
homo
sapiens
so
en
passant
eine
ganze
Menge
tiefsinniger
Denkanstöße
und
kann
sich
dann
endlich
wieder
auf
die
warme
Fensterbank
oder
den
mächtigen
Bauch
seines
'Herrchens'
und
Dosenöffners
zurückziehen.
Und
so
wie
bisweilen
"der
ewig
graue
Himmel
vergeblich
gegen
diesen
warmen
Gleichklang
von
Kater
und
'Herrchen'
ankämpft"
(siehe
Textauszug
unten),
so
kämpft
der
Leser
dagegen
an,
das
Buch
vor
dem
Ende
der
Geschichte
aus
der
Hand
legen
zu
müssen,
was
ja
manchmal
auch
notwendig
sein
kann.
Trotz
der
Schilderung
widerlichster
Verbrechen:
Als
Lesevergnügen
pur
ist
das
Buch
allen
zu
empfehlen,
außer
bekennenden
Katzenhassern.
Oder
vielleicht
gerade
denen
-
als
Konvertierungshilfe!
Ausführliche
Rezension
auf
Anfrage!
Textauszug: Apropos
Gustav:
ein
Mann,
bei
dessen
Anblick
einen
leicht
das
Gefühl
beschleicht,
man
schaue
ihm
beim
Absterben
seiner
Hirnzellen
zu.
Obwohl
eine
Koryphäe
auf
dem
Gebiet
des
ägyptischen
Götterwesens,
hat
er
es,
von
temporären
Erfolgen
abgesehen,
bis
heute
nicht
geschafft,
einen
einträglichen
Platz
am
Trog
des
Wissenschaftsbetriebs
zu
ergattern.
Zeitweilig
hielt
er
uns
mit
abgeschlossenen
Romanen
für
Frauenzeitschriften
(die
mit
der
Goldkante)
über
Wasser.
......
Er
nennt
sich
gerne
mein
"Herrchen",
wogegen
ich
eigentlich
nichts
einzuwenden
habe,
solange
er
mir
den
Lebensstil
Ludwigs
XIV.
gewährleistet.
Was
mich
eher
irritiert,
ist
die
Verniedlichungsform
an
sich.
Denn
einer
sechsundfünfzigjährigen,
fast
glatzköpfigen,
massiv
bebrillten
Sumo-Ringer-Erscheinung
ein
"-chen"
anzuhängen,
ist
sowohl
physikalisch
als
auch
stilistisch
betrachtet
ein
Missgriff.
Und
was
das
"Herr"
betrifft
-
aber
lassen
wir
das.
Und
doch
gibt
es
da
etwas
zwischen
uns.
Vielleicht
nicht
gerade
ein
Band
der
Liebe,
aber
sagen
wir
mal
einen
Bindfaden
des
Respekts.
Kein
einziger
Morgen,
an
dem
ich
aus
dem
Schlaf
erwache,
in
die
Küche
trippele
und
meinen
Napf
leer
finde.
Und
nie
muss
ich
die
Streicheleinheiten
missen,
wenn
mich
die
üblichen
vorfrühlingsbedingten
Stimmungstiefs
überfallen:
ich
auf
seinem
grotesk
aufgeblähten
Bauch
liegend,
die
Augen
geschlossen
voller
Wohlbehagen,
er
in
einen
Schinken
über
irgendwelche
Ausgrabungsabenteuer
vertieft,
während
draußen
der
ewig
graue
Himmel
vergeblich
gegen
diesen
warmen
Gleichklang
ankämpft.
Autorenportrait: Akif
Pirinçci
wurde
1959
in
Istanbul
geboren
und
wuchs
in
Deutschland,
und
zwar
in
der
Eifel,
auf.
1974
erschien
sein
erster
professioneller
Kurzfilm
(Bayerischer
Rundfunk);
1976
gewann
er
den
1.
Preis
bei
einem
Hörspielwettbewerb
des
Hessischen
Rundfunks.
Von
1978
bis
1981
studierte
Akif
Pirinçci
an
der
Wiener
Film-
und
Fernseh-Akademie.
Später
arbeitete
er
als
Drehbuchautor
u.a.
für
die
"Neue
Constantin".
Heute
lebt
er
als
freier
Autor
in
Bonn.
Mit
seinen
Felidae-Romanen,
inzwischen
sind
es
einschließlich
des
neuen
vier,
avancierte
Pirincci
zum
Kult-Autor.
Und
das
längst
nicht
nur
bei
chronischen
Katzen-
oder
Krimi-Fans.
Gleich
mit
seinem
ersten
Buch
"Felidae"
eroberte
er
-
oder
sollte
man
besser
sagen:
sein
samtpfotiger
Klugscheißer
Francis
-
die
Leser
im
Sturm.
1990
erhielt
er
dafür
den
Krimipreis
"Mimi"
in
den
Kategorien
"bestes
Buch"
und
"bestes
Debüt".
Seine
Romane
sind
bislang
u.a.
in
Großbritannien,
Frankreich,
den
USA,
Italien,
Japan,
Holland
und
der
Türkei
erschienen
und
erzielten
weltweit
Millionenauflagen.
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Anfang
Akif
Pirincci:
Das
Duell.
Roman.
2002,
Eichborn
Verlag,
Frankfurt
am
Main,
gebunden,
ISBN
3-8218-0865-9
www.eichborn.de
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