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"Karneval
der
Tiere"
-
Eine
solche
Musik
findet
sich
nicht
allzu
oft.
Obwohl
nicht
mehr
fabrikneu,
ist
sie
immer
noch
höchst
beliebt,
und
das
sowohl
bei
fröhlich
musizierenden
Kindern
als
auch
bei
Musikkennern,
sogar
bei
solchen
der
eher
kritisch
mokanten
Art.
Gelungen
ist
dieser
Meisterstreich
dem
französischen
Komponisten
Camille
Saint-Saëns
(1835-1921),
der
als
veritables
Wunderkind
bereits
mit
drei
Jahren
seine
erste
Komposition
verfasste.
Mit
zehn
Jahren
dirigierte
er
sein
erstes
Konzert
und
galt
seinen
Zeitgenossen
bald
als
"der
neue
Mozart",
als
musikalisches
Genie
eben.
Und
mehr
als
das,
denn
dieser
Rastlose
interessierte
sich
noch
für
viele
andere
Disziplinen
und
arbeitete
auch
als
Dichter
und
Dramatiker,
als
Naturforscher
und
Archäologe.
Doch
wie
bei
vielen
anderen
Ausnahmekünstlern
auch gestaltete
sich
sein
privates
Leben
alles
andere
als
genial.
Lange
konnte
er,
der
bald
Weltberühmte,
keine
Liebesbeziehung
zu
einer
Frau
finden,
lebte
bei
seiner
Mutter,
und
als
er
dann
spät
doch
noch
den
Versuch
einer
Familiengründung
machte
und
heiratete,
erwies
sich
nicht
nur
diese
Ehe
als
Unglück,
sondern
es
starben
auch
alle
seine
Kinder.
Es
ist
müßig,
mögliche
Zusammenhänge
zwischen
privatem
Scheitern
und
der
Größe
seines
Werkes
zu
suchen.
Dieses
jedenfalls
gehört
zu
dem
Vielschichtigsten
und
Besten,
was
an
musikalischem
Erbe
aus
seiner
Zeit
geblieben
ist.
Opern,
Chor-,
Klavier-
und
Orgelwerke,
Kirchen-
und
Filmmusik
-
er
komponierte
unermüdlich
und
voller
Phantasie.
Selbst
in
Fernsehwerbespots
haben
seine
Töne
mittlerweile
Eingang
gefunden.
Unbestritten
ist
"Der
Karneval
der
Tiere"
eines
der
heute
am
lebendigsten,
weil
meist
gespielten
Stücke
von
ihm.
Dabei
hat
es
sich
ebenso
als
Leckerbissen
für
Kabarettisten
wie
für
Musikschulen
erwiesen
-
und
nun
also
auch
noch
für
Roger
Willemsen.
Da
stellt
sich
die
Frage:
Hat
der
noch
unbekannte
Facetten
entdeckt,
kann
er
noch
eine
neue
Seite
aufschlagen?
Er
kann,
zumindest
fast.
Zugegeben,
so
völlig
neu
ist
das
alles
nicht,
der
Text
ist
eher
eine
Mischung
aus
Kabarettistischem
und
Musikschulkindlichem,
also
aus
Bekanntem,
das
alles
in
Jamben
gefasst.
Aber
das
hat
durchaus
Witz
und
Bezug
zu
Aktuellem,
wirkt
frisch.
Völlig
untadelig
die
musikalische
Seite:
Das
Staatsorchester
Halle
und
die
Pianistinnen
Anna
und
Ines
Walachowski
bescheren
Hörgenuss
vom
Feinsten.
Wer
nicht
zu
den
Konzerten,
oder
vielleicht
sollte
man
besser
sagen:
Autorenlesung
mit
Orchester,
gehen
kann
oder
will,
der
sei
auf
das
Hörbuch
(CD)
verwiesen,
das
auch
für
musikinteressierte
Kinder
ein
schönes
Geschenk
ist.
Ausführliche
Rezension
auf
Anfrage
>>>
Autorenportrait:
Roger
Willemsen
(Jahrgang
1955)
ist
nicht
nur
als
Publizist
und
Fernsehmoderator
mit
seinen
Kultursendungen
wie
"Willemsens
Woche"
bekannt
geworden,
er
hat
auch
mit
seiner
"Deutschlandreise",
erschienen
beim
Eichborn
Verlag,
Berlin,
als
Buchautor
und
Essayist
viele
Leser
gewonnen. <<<
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Roger
Willemsen:
Karneval
der
Tiere
Lesung
mit
Orchester
Textautor
und
Sprecher:
Roger
Willemsen
Musik:
Camille
Saint-Saëns
Mit
dem
Philharmonischen
Staatsorchester
Halle
Und
den
Pianistinnen
Anna
und
Ines
Walachowski
Unter
der
Leitung
von
Karl-Heinz
Zettel
Produktion:
MDR
und
Lido.2003
Hörbuch:
1
CD
(58
Minuten)
und
sechzehnseitiges
Booklet
mit
Illustrationen
von
Volker
Kriegel
ISBN
3-8218-5271-2
www.lido-verlag.de |