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Gewalt
und
Gewaltkriminalität
sind
als
aktuelle
Probleme
und
öffentlich
diskutierte
Themen
derzeit
virulenter
denn
je.
Die
Terroranschläge
in
den
USA
haben
hier
zwar
einen
makabren
Höhepunkt
gesetzt,
doch
schon
in
der
Zeit
davor
haben
andere
Gewaltszenen
erschreckt.
Vor
allem
die
Übergriffe
von
Skinheads
und
rechtsradikalen
Jugendlichen
haben
vielfach
Entsetzen
geweckt.
Aber
auch
und
gerade
die
schon
fast
alltäglichen
gewalttätigen
Auseinandersetzungen
von
Jugendlichen
untereinander,
auch
und
gerade
im
Migrationsbereich,
geben
vielen
Menschen
zur
Besorgnis
Anlass.
Die
gemäß
allen
statistischen
Erkenntnissen
kontinuierlich
wachsende
Gewalt
und
Gewaltbereitschaft
bei
Jugendlichen
und
Heranwachsenden
war
und
ist
einer
der
grundsätzlichen
Ansatzpunkt
weiterer
Überlegungen.
Worin
wurzeln
die
hohe
Gewaltbereitschaft
und
ihre
brutalen
Manifestationen?
Wie
kann
ihnen
begegnet
und
nachhaltig
entgegengewirkt
werden?
Wie
kann
der
gesellschaftliche
Grundkonsens
einer
weitestgehend
gewaltfreien
Konfliktbewältigung
im
allgemeinen
Bewusstsein,
d.h.
in
möglichst
allen
Gesellschaftsgruppen,
gestärkt
und
verankert
werden?
Welches
sind
die
grundlegenden
Bedingungen
von
Gewalt,
wie
können
sie
geändert
werden?
Dies
sind
Fragen,
die
auf
dieser
Fachtagung
untersucht
und
weitgehend
auch
beantwortet
werden
sollen,
und
zwar
sowohl
anhand
neuester
wissenschaftlicher
Forschungsergebnisse
als
auch
praktischer
Erfahrungen.
Aggression
gehört
zur
menschlichen
Grundausstattung,
sie
ist,
im
wohlverstandenen
Sinn
und
Maß,
sogar
überlebensnotwendig.
Aufgestaute,
übermäßige
und/oder
fehlgeleitete
Aggression
jedoch
führt
zur
Gewalt,
in
aller
Regel
zur
Gewalt
gegen
andere,
ist
also
eine
Gefahr
sowohl
für
jeden
einzelnen
als
auch
für
die
Gesellschaft
insgesamt.
Zwar
hat
es
Gewalt
in
jeder
Gesellschaft
zu
allen
Zeiten
gegeben.
Dennoch
sind
die
Formen
von
Gewalt
nicht
immer
die
gleichen,
unterscheiden
sich
in
Prägung,
Ausmaß
und
Intensität
in
unterschiedlichen
Gruppen,
ethnischen
Gemeinschaften
und
Staaten
und
zu
verschiedenen
Zeiten.
Entscheidenden
Einfluss
auf
ein
gewaltbereites
oder
gewaltarmes
Verhalten
haben
der
Wertekonsens
einer
Gesellschaft
und
die
Selbstidentifikation
der
einzelnen
Mitglieder.
Selbstverständlich
werden
auch
bei
dieser
Tagung
weder
endgültige
Rezepte
noch
völlig
neue
Erkenntnisse
zum
Umgang
mit
den
gesellschaftlichen
Gewaltpotentialen
gewonnen
werden.
Dennoch
ist
nicht
nur
eine
ständige
Auseinandersetzung
mit
dieser
Problematik
und
deren
kontinuierliche
Bewusstmachung
notwendig,
sondern
es
gilt
auch,
Ansichten
und
Urteile
aufgrund
neuester
Erkenntnisse
immer
wieder
zu
überprüfen
und
eventuell
zu
revidieren
und
vor
allem
die
Erkenntnisse
angemessen
in
die
Praxis
umzusetzen.
In
diesem
Sinne
soll
diese
Tagung
zu
einer
fundierten
und
zeitgemäßen
Meinungsbildung
beitragen
und
ist
damit
auch
einer
von
vielen
notwendigen
Schritten
auf
dem
Weg
zum
Abbau
von
Gewalt.
Ich
darf
ganz
kurz
die
Referentinnen
und
Referenten
vorstellen,
und
zwar
in
der
chronologischen
Reihenfolge
ihrer
Vorträge.
Prof.
Michael
Walter
von
der
Kriminologischen
Forschungsstelle
der
Uni
Köln
wird
den
thematisch
einführenden
Vortrag
halten
und
im
Rahmen
der
Gesamtthematik
die
Ursachen
von
Aggression
und
Gewalt
bei
Jugendlichen
und
Heranwachsenden
gemäß
seinen
Forschungsergebnissen
darlegen.
Dabei
wird
auch
und
besonders
die
Tatsache,
dass
Jugendgewaltkriminalität
"männlich"
und
darüber
hinaus
ein
vorrangiges
Problem
im
Migrationsbereich
ist,
einen
wichtigen
Akzent
setzen.
Herr
Walter
arbeitet
und
forscht
bereits
seit
Jahren
intensiv
zum
Thema
der
Jugendkriminalität
und
hat
zu
diesem
Themenbereich
ein
Buch
veröffentlicht,
das
zu
den
grundlegenden
juristischen
Standardwerken
zählt.
Den
zweiten
Vortrag
dieses
Vormittages
wird
Ina
Nolden
vom
Deutschen
Forum
für
Kriminalprävention
(Bonn)
halten.
Sie
wird
einen
Überblick
über
die
derzeitige
und
sich
weiterentwickelnde
und
zunehmend
vernetzende
"Gewaltpräventionslandschaft"
in
Deutschland
bieten.
Nach
der
Mittagspause
wird
Dr.
Wolfgang
Feuerhelm
vom
Institut
für
sozialpädagogische
Forschung,
das
der
Uni
Mainz
angegliedert
ist,
über
seine
neuesten
Forschungsergebnisse
zum
Thema
Präventionsevaluation
referieren.
Hier
werden
ganz
gezielt
Wertungen
vorgenommen
und
Wege
zu
mehr
Effektivität
in
der
sehr
weitgefächerten
„Präventionslandschaft“
aufgezeigt
werden.
Als
vierter
Tagungsschwerpunkt
soll
dann
das
Referat
von
Eva-Maria
Gölden
aus
der
Sicht
des
"Weißen
Ring"
darlegen,
wie
sich
die
Maßnahmen
der
Gesellschaft
hinsichtlich
des
Opferschutzes
sinnvollerweise
gestalten
sollten.
Zum
Abschluss
werden
wir
über
einen
Resolutionstext
diskutieren
und
abstimmen.
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